Hallo meine Lieben,
seit einiger Zeit befindet sich Depressionist im Umbau bzw. suche ich nach einem Sinn und Zweck.
Was kann ich euch (an)bieten, was mich fordert und ausfüllt?
Wie setze ich alles grafisch um? - Gestaltung fällt mir mit AniMa Grafiken einfacher, als "echte" Bilder.
Bin ich bereits stark genug bzw. finde ich die Zeit?
Solche und noch mehr Fragen drehen sich in meinem Kopf, ohne das sie zum Stillstand kommen.
Fest steht: das Projekt Depressionist ist für mich wichtig und sollte nicht klanglos untergehen.
Daher habe ich mir überlegt, das ich euch hier einen kleinen Rückblick über meine letzten Erlebnisse gebe, seit Depressionist still war.
So als kleine Lektüre, bis ich zu einem Ergebnis komme - gerne könnt ihr mich in Twitter anschreiben - gestaltet das eventuelle neue Depressionist doch einfach mit! @EmmaVanBrugge

Wie einige vielleicht noch wissen, hatte ich einige Zeitlang Bibliotheks-und Informationswissenschaften studiert.
Nach nur einem Semester musste ich mir ein Urlaubssemester nehmen - ich saß einfach in einem sehr tiefen Loch, was damit endete, dass ich das erste Mal mit einem Tatü-Tata-Krankenwagen samt Blaulicht fahren durfte.
Die Notaufnahme sah aus wie DDR und die ganzen Schläuche auf der Intensivstation nervten bei der Findung der optimalen Schlafposition.
Danach gab es eine schöne Zwangseinweisung zurück auf die Psychiatrische Station, welche ich noch 6 Monate zuvor freudestrahlend und voller Hoffnung verlassen hatte.
Nach nicht einmal einer Woche, habe ich mich selbst entlassen. Wie ich das trotz Zwangseinweisung geschafft habe?
Mein Diagnosebogen ist in dieser kurzen Zeit massiv angewachsen. Krankheiten gibt´s, da schüttel selbst ich als exam. Pflegefachkraft verzweifelt meinen Kopf.
Nun ja, das Ärzteteam stand vor mir und gab mir nicht direkt den Stempel "austherapiert" sondern eher den Stempel "uns sind die Hände gebunden".
Hart eingesessene Ärzte verzweifelt zu sehen, ist irgendwie amüsant.
Jedenfalls äußerten sie es so in etwa: Für Sie gibt es nur zwei Wege ohne jegliche Umwege oder Abweichungen. Entweder man sieht ihre Todesanzeige sofort oder eine Zeitlang eben nicht.
Ist das nicht ziemlich verstörend? Man ist körperlich kerngesund - Schwersterkrankte sehnen sich nach so einem Zustand.
Und dann ist man, aufgrund von irgendwelchen Neurotransmittern und anderen Gründen (teils nocht nicht erforscht) nicht in der Lage, zu Leben!

Jedenfalls wollte ich mich nicht damit genauer Beschäftigen und existierte vorerst weiter - saß das Urlaubssemester ab, quälte mich ein Jahr weiter damit rum und existierte für die Familie.
Erschreckend das mich meine Familie noch an diese Welt bindet und das nicht, weil ich sie alle so liebe und das tu ich wirklich!
Sondern ich habe mich für "...oder eine Zeitlang eben nicht" mehr oder weniger entschieden, weil sie mich brauchen.
Diese selbst geplagt unter anderm von schwerer Depression, Suchterkrankung aufgrund von Agoraphobie (was für ein Scheißdreck) und schlimmer Herzerkrankungen mit chronischen Schmerzen und so weiter.
Ich bin noch hier, weil es ihnen schlecht geht. Und ich mir einrede, vielleicht bin ich in gewissen Situationen ja doch eine hilfreiche Hand.
Selbst wenn ich nur diejenige bin, die zur Apotheke geht.
Ich wünsche mir von Herzen, dass jeder von ihnen sein Päckchen so in den Griff bekommt, dass die schlimmen Zeiten verblassen - eine Heilung gibt es für keinen von ihnen.
Und ich wünsche mir so, sooo sehr, dass ich die gute Zeit von ihnen nicht zerstör und klammere mich artig täglich an das "...oder eine Zeitlang nicht".
Bisher mit Erfolg was mich sehr glücklich macht! Ebenso bin ich ein paar Schritte gegangen, die hätte zuvor sicher kein Arzt von mir gedacht - haha, Überraschung!
Da ich nicht in der Lage bin, für mich zu leben - lebe ich nun eben für andere. Stark darauf konzentriert, nicht über das Ziel hinaus zu schießen, will ja nicht ausgebrannt wieder irgendwo vor mich hinvegetieren.
Ich weis, ich weis - jetzt schießen einige sicher Sprüche durch den Kopf wie: Man kann nur für andere da sein, wenn man selbst mit sich im reinen ist! Oder ähnliche.
Aber da Folge ich nun ganz dem Motto: Ausnahmen bestätigen die Regel. Und wer mag mir diese Ausnahme abspenstig machen, wo sie mich doch am Leben erhält? Eben! Keiner.

Das Studium Bibliotheks-und Informationswissenschaften füllte mich noch nie wirklich aus und stand nun meinem "für andere leben" im Weg.
Wobei ich sagen muss, dass mir wirklich nichts besseres einfällt als die Definition: Für andere leben - ihnen helfend zur Seite stehen.
Ich brach das Studium also ab, aber ein Tag davor, gaben mir zwei herzensgute Kommilitonen etwas mit auf dem Weg - ich könnte immer noch vor ihnen niederknien.
Es ist so unbezahlbar, dass ich mich immernoch in den Hintern treten könnte, es ihnen nicht offensichtlich gedankt zu haben - vielleicht sollte ich es nachträglich noch tun, obwohl seit dem kein Kontakt mehr besteht.
Was meint ihr?
Dieses Geschenk war übrigens Zuhören, Mut und Beistand.
Jeder hatte sein Päckchen zu tragen und jeder versuchte jedem einfach nur zuzuhören und es tat wahnsinnig gut.
Durch dieses von der Seele reden und ihre Art es hinzunehmen und irgendwie immer die richtigen Fragen zu stellen, schafften sie es, einen Entschluss nicht nur in Erwägung zu ziehen, sondern gaben mir auch den Mut diese Erwägung in die Tat um zu setzen! Und während der Ausführung standen sie mir sogar als Rettungsanker bei.
Wer jetzt glaubt, ich habe eine weltbewegende Entscheidung getroffen kann beruhigt ausatmen - ich habe nur zwei Leben verändert bzw. ihre Wege trennt.
Es ist so simpel: Ich habe mich von meinem langjährigen (ab wie viel Jahre darf man das sagen?) Lebenspartner getrennt - derjenige, welcher mich seit der ersten Einlieferung in die Psychatrie begleitet hat.
Derjenige, welcher mein vermeintlicher Anker und große Stütze war. Dem ich vertraute, mehr als dem Rest der Welt. Der - welcher mich in eine schwarz-weiß Welt zog, ohne dass ich es merkte.

Wie ich jetzt weis: Kein Arzt sprach mich auf diese "Gefahr" an - sie wogen ab was für mich besser ist. Diese Person als von mir gesehender Rettungsanker oder seinen Verlust wo ich doch eh schon in einem tiefen Loch saß. Sie ließen mir diesen Anker und wer hört auch darauf, wenn man einem verliebten Mädchen sagt, dass der Freund nicht gut ist?
Meine Mutter, selbst in eigener tiefer Depression gefangen, reagierte, wie nur Mütter es können. Ja beinahe Allwissend - für jedes Problem ihrer Kinder gibt es eine Lösung, wenn auch schleichend.
Trotz ihrer Abgrenzung zur Außenwelt sah sie doch mehr, als alle anderen. Erstaunliche Wesen, diese Spezies Mütter.
Wissend, dass sie mir in meiner Situation wohl alles hätte sagen/erklären können - ich hätte es zur Kenntnis genommen und verstanden, doch niemals die Konsequenzen gezogen - beobachtete sie.
Legte mir hier und da "Stolpersteinchen" in den Weg wie Bücher (z.Bsp.: "Ich hasse dich - verlass mich nicht") oder fing bei einer gemeinsamen Zigarette spontan an mir von Artikel zu erzählen, welche sie im Internet interessant fand.
Sie wusste, wenn jemand über etwas medizinisches Sprach, kann ich einfach nicht weghören und ich speichere es ganz automatisch ab.
Und mit der Zeit verblasste das Bild von meinem Partner - der starke Prinz in goldener Rüstung wurde zu dem, was er wirklich war: mein Sensenmann.
Ironischerweise hatte er diesen sogar als Tattoo.
Er ist Borderliner - nicht oft kam es zu Handlungen wie ritzen, dafür umso heftiger - die starken Unter-und Oberarme waren übersät, bis zu 10cm lange Narben keine Seltenheit und oft ein Durchmesser von 1-2cm.
Ich sah dies als ein Teil von ihm, wusste damit umzugehen und in der Zeit unseres Zusammensein kam es zwar zu dem Drang, aber nie zur Ausübung. Was mich auf ihn und auch auf uns Stolz werden lies.
Was ich allerdings unterschätzte war seine Persönlichkeitsstörung.
Er hat eine so extrem ausgeprägte Narzisstische Persönlichkeitsstörung, dass ich Gott heute noch anschreie, wie man es zulassen kann, dass Menschen so gestraft werden.
Verdammt dazu zu sein, zu Leben gewiss sogar Erfolg zu haben (bei dieser Erkrankung oft - nicht immer - einhergehnd), aber nicht dauerhaft in der Lage zu sein, mit jemanden zusammen zu leben ohne diesen ins Abseits zu befördern.
Kein Arzt dieser Welt behandelt einen Menschen mit dieser Persönlichkeitsstörung. Sie sind charismatisch, hochintelligent, redegewandt, gutaussehend und scheinen zu viel von allem zu haben.
Zur Veranschaulichung: Er hatte in seiner Jugend eine richterliche Zwangseinweisung ins Krankenhaus und durfte nach wenigen Stunden wieder gehen, weil die Ärzte ihm GLAUBTEN, dass er ein kerngesunder Mensch ist.
Ich bete, dass dies unerfahrene, junge Ärzte waren oder wussten, dass hier keine Therapie oder Medikation wirklich anschlägt und sie sich ihren Teil dachten.
Man kann ja schließlich niemanden einsperren, nur weile seine Persönlichkeit schleichend andere Menschen mehr beeinflusst, als sonst normal.

Meine Mutter sah, wie ihre Tochter welche stark und selbstbewusst war - trotz vieler eingreifender und teils schrecklicher Erlebnisse - sich veränderte.
Schleichend wurde ich ruhiger, unsicherer, schreckhafter, ängstlicher. Ich bekam Stimmungsschwankungen, brach ständig in Tränen aus. Ich traute mir nichts mehr zu, fühlte mich zu allem zu doof.
Als depressiver Mensch, schob ich es selbstklärend alles auf die Depression. Nicht die schmale Abgrenzung merkend.
Und dann saß ich da, weinend in der Badewanne dem Leben nicht mehr würdig fühlend.
Ich wusste nicht was zu tun, ich wollte einen anderen Ausweg, als es in diesem gefließten Zimmer zu beenden.
Und mein Partner? Er war ein Zimmer weiter und es juckte ihn nicht wirklich die Bohne. Doch was tun, wenn der goldene Ritter einen nicht rettet?
Natürlich - das Überwesen Mutter! Ein Anruf, eine gepackte Tasche und ich im Gästezimmer bei ihr schlafend.
Schwups sah die Welt wieder, nicht schön aus, aber sie war ruhiger. Alles pendelte sich irgendwie wieder ein.
Ich spürte, wie das Bild meines glorreichen Partners bröckelte und doch war mir die Bindung zu ihm zu wichtig, einen Schlussstrich ziehen konnte ich noch nicht.
Aufgrund meiner Verfassung und das ich in diesem Zeitraum noch studierte - ich ging kaum noch hin, Geld brachte sich aber ebenso nicht alleine nach Hause, kam es zu der Situation, dass ich meine Wohnung nicht mehr halten konnte.
Nicht nur die Finanzen wuchsen mir über den Kopf, auch der Haushalt. Eigentlich wuchs mir alles über den Kopf außer das Atmen.
Und mein Rettungsanker aus Fleisch und Blut, war eher ein rostender Anker, der einen immer mehr in die Tiefe zog.

Und dann zeigte meine Mutter, nein meine gesamte Familie wieder, was wahrer Zusammenhalt ist und warum unsere Familie noch besteht, trotz unserer Vergangenheit.
Familienmotto: Es geht immer schlimmer, was solls - dann rücken wir eben noch näher zusammen.
Und diesmal nahmen sie es wörtlich.
Mein Ritter und ich reisten zwischen Weihnachten/Silvester 500km entfernt, in seine Heimat. Damit er runter kommt und ich zur Ruhe.
Ich bekam einen Telefonanruf. Was wir zwei wohl davon hielten, zu ihnen zu ziehen?
Mein Gedanke war nur: Ja, endlich bin ich nicht mehr allein mit der Verantwortung mein Leben zu meistern.
Er sah es eher pragmatisch, Geld gespart - Top!
Wenige Tage später waren wir wieder zurück und meine Familie fertig mit einem Mamutprojekt.
Statt irgendwie wie erwartet einen Umzug zu planen, stand ich im Gästebereich meiner Eltern.
Meine Möbel aufgebaut, mein Inhalt wie gewohnt eingeräumt. Unnötige Utensilien in Kisten untergebracht, der Keller meines Bruders mit Herd, Geschirrspüler und Waschmaschiene zugestellt.
Meine Wohunung - später ja unsere gemeinsame Wohnung, leergeräumt und besenrein.
Es war überwältigend und ein Himmel auf Erden - sich einfach setzen könnend und es ist einfach alles fertig.
Ein gelungener, ja beinahe perfekter Startschuss in ein besseres Leben nur halt mit meinem Ritter, welcher langsam keiner mehr wahr.
Doch ich war in sicheren Gefilde, an einem sicheren Ort. Meine eigene Wohnung war das schon lange nicht mehr, seit dem mein Partner zu mir gezogen war.
Dieser Ort brachte etwas in mir zum Erklingen - meine diskutierfreudige und temperamentvolle Persönlichkeit muckte immer wieder gegen das Verhalten meines Freundes auf.
Es kam zu einigen Auseinandersetzungen - oft laut, oft flogen die Türen.
Wir rauften uns immer wieder zusammen. Und dann kam der endgültige Zusammenbruch welcher auf der Intensivstation endete.
Es folgte die oben beschriebene Zeit der eigenen Sinnfindung meines Lebens und es folgte das Abschiedsgeschenk meiner Kommilitonen.
Diese zwei unbeschreiblichen Frauen, welche unbewusst mit meiner Mutter Hand in Hand arbeiteten und mir genau an dem Tag nicht mehr von der Seite wichen, als ich ihnen mitteilte: Ich will mich heute und hier, von meinem Freund trennen.
Jetzt sofort, hier vor dem Unigebäude. Komme was wolle. Und ich schaffte es! Saß mit den beiden danach stundenlang auf der Treppe, welche zum Hauptgebäude verläuft und fühlte mich wie die Königin der Welt.
Es folgte sein Auszug. Mir wurde die Situation bewusst, in der ich mich beinahe 3 Jahre befand. Begriffe wie Emotionaler Missbrauch, Seelische Misshandlung, Psychische Gewalt hämmerten sich plötzlich glasklar in meinen Kopf, dass mir ganz schlecht wurde.
Und dennoch liebte ich diesen Mann weiterhin. Denn er war ja nicht immer unmöglich, zwischendurch war er immer wieder mein Ritter in goldener Rüstung.
Und ich war weiterhin das gehorsame Häschen, aber immerhin nicht mehr sein Eigentum.
Aber ich wahr stark genug, den Abstand zu wahren und den Kontakt zu unterlassen. Ein Jahr lang suchte er weiterhin den Kontakt - er könnte ohne mich nicht leben und ich bräuchte ihn ja auch.
Ich informierte mich bereits über Möglichkeiten der Kontaktsperre - um ihn abzuhalten, aber vorallem um mich zu schützen, nicht vielleicht doch schwach zu werden, als meiner Mutter ein Trick einfiel.
Seit Februar diesen Jahres ist nun Funkstille. Für Außenstehende ist seit dem bis heute viel Zeit vergangen, für mich sind es aber nur Augenblicke.
Immer noch kämpfe ich damit, meine alte Persönlichkeit wieder hervor zu kramen. Ich versuche mir mein Leben wieder zurück zu erkämpfen.
Und es ist einfach unmöglich fies, dass ich ihn nicht als Monster sehen kann - denn er ist einfach ja selbst nur krank. Er hatte nur das Pech, bei einer anderen Erkrankung "Hier!" geschrien zu haben als andere oder ich, als Gott diese so großzügig verteilte.
Aber er ist mein Sensenmann. Jemand, der meine Seele holte und wohin verschleppte, wo sie eigentlich nicht wirklich sein wollte.

An schwachen Tagen wünsch ich ihn mir wieder zurück - frage mich ob dies nicht einfacher wäre, als irgendwann einen neuen Partner zu finden, den man erstmal verdeutlichen muss, wie schwer ich doch angeknackst bin.
An anderen Tagen frage ich mich, was sein Verhalten eigentlich genau bei mir ausgelöst hat.
Undiagostiziert bin ich schon sehr lange depressiv, konnte es aber immer selbst händeln. Keiner bemerkte was und ich selber nahm es in kinderlicher Manier einfach als gegeben hin. Hat er diesen "Zustand" verstärkt?
Und nun stehe ich immer wieder vor der Frage, was in mir bin ich und was sind noch die Schatten die er hinterlassen hat.
Bin ich wirklich nur lebensfähig, um für andere da zu sein? Oder bin ich vielleicht doch nicht so doof, so untalentiert und bin ich etwas wert?

Also steige ich nun, etwas uneleganter als ein Phonix aus der Asche, aus dem Mist auf und schaue, ob ich mit den verbliebenen Resten meiner Selbst, zu irgendetwas im Stande bin.
Ab Oktober studiere ich wieder. Einen Studiengang, mit welchem ich später Menschen helfen kann, ähnliche Erlebnisse wie ich sie erleben musste, zu bewältigen.
Es ist ein großes Risiko. Wenn ich den Abschluss nicht schaffe, nun ja, ich sehe da eher eine düstere wen gar eine nicht vorhandene Zukunft.
Aber soweit will ich dann doch nicht vorausschauen.
Vielleicht bin ich nicht so intelligent wie andere.
Wahrscheinlich stehe ich häufiger auf dem Schlauch, den selbst jetzt noch habe ich die Konzentrationsfähigkeit einer Made.
Und mit Sicherheit wird es kommunikative Probleme geben, denn häufig versteht man mich falsch und ich erkenne eigentlich nie, woran es liegt.
Eventuell nennen mich einige verrückt, weil eine Frau welche ihre Empathiefähigkeit und das Vertrauen in andere verloren hat, wieder einen sozialen Beruf ergreifen will.

Aber ich will es! Ich will es unbedingt versuchen. Ich klammere mich weiterhin daran, für andere zu leben.
Und wer weis? Vielleicht finde ich auf diesem Weg irgendwann das ICH, dass für sich selbst entscheidet und für sich selbst das Leben schöner machen möchte?
Bis dahin mache ich jeden Tag einen Kniefall, dass ich dort Kommilitonen finden werde, die sich von meinem ersten Eindruck nicht abschrecken lassen.
Nun, der zweite Eindruck wird auch nicht allzu viel besser, aber ich bemühe mich sofern man mir eine Chance gibt oder einen netten Hinweis, wenn etwas nicht stimmt.
Vielleicht ist da ja ein Wundermensch der den richtigen Ton trifft, ohne dass ich wieder tagelang verzweifelt rumliege und mich frage, ob ich denn alles falsch mache.
Noch einmal hören oder lesen zu müssen, dass ich die "Klappe halten" solle, wäre echt schmerzhaft.

Seit Sommer 2017 pflege ich nun meine Großeltern mit. Wir haben nun einen 3-Generationen-Haushalt zu fünft.
Ich werde gebraucht und sehe dadurch nun auch häufiger die Jüngeren meiner Familie, diese besuchen regelmäßig ihre Oma und ihren Opa.
Ich glaube in diesen Momenten glücklich zu sein - schwer zu sagen, wenn man glaubt nichts zu fühlen.
Aber es kann ja eigentlich nur besser werden mit mir, nicht wahr?
Zukünftig ist nur die Frage ob mit euch gemeinsam oder ich weiter im Stillen daheim.

Bis dahin fühlt euch angelächelt - die Emma

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